Supreme Commander
Supreme_Commander_01.jpgSupreme Commander ist eine völlig neue Art in dem Genre der Echtzeit Strategiespiele. Es bietet dem Spieler völlig neue Möglichkeiten die Streitkräfte zu Land, Wasser und in der Luft zu befehligen. Und die taktischen Möglichkeiten scheinen schier grenzenlos.
Story
Bereits im Vorspann wird dem Spieler erläutert worum es in Supreme Commander geht. Die Menschheit hat den Weltraum erobert und besiedelt einen Planeten nach dem anderen. Es herrscht ein großer Wohlstand in den Kolonien und der Wirtschaftsboom scheint keinen Abriss nehmen zu wollen. Einige Kolonisten treffen auf einem neuen Planeten auf ein fremdes Volk, die Seraphim. Und einem Wissenschaftler der Erde gelingt es eine künstliche Intelligenz erfolgreich mit einem menschlichen Gehirn zu verbinden, die Cybrans waren geboren. Doch diese waren der Regierung ein Dorn im Auge und man wollte sie mit einer Software gefügig machen. Einigen gelang es von der Erde zu fliehen und sie schworen sich für ihre Freiheit zu kämpfen. Unterdessen hatten kriegerische Militärs die Seraphim auf dem neu kolonisierten Planeten ausgelöscht. Die Kolonisten, welche viel von den Seraphim gelernt hatten, konnten dies nicht mit ansehen und beschlossen die Menschheit dafür bezahlen zu lassen. Alle die nicht an ihren Weg glaubten mussten vernichtet werden. Und so begann der ewige Krieg.
Spielstart
Der ewige Krieg dauert jetzt schon über 1000 Jahre, doch endlich ist es soweit, die Akteure sind alle auf dem Spielfeld versammelt. Und genau hier startet der Spieler, als so gesehen letzte Hoffnung. Einsteigern ist unbedingt das Tutorial zu empfehlen damit man sich erstmal mit der Steuerung und dem Bauprinzip vertraut machen kann. Zum Anfang werden vielleicht einige durch das doch sehr füllige HUD geblendet sein. Um das eigentliche Geschehen baut sich ringsum das HUD auf, mit allen Informationen die man braucht. Man hat klar alles auf einen Blick, allerdings ist es zum Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Nach 2-3 Missionen hat man das allerdings alles intus und weiß wo was steht und wie man die Minimap usw. am besten nutzt. Alternativ kann man das HUD aber auch kleiner machen, so das nur noch wenige Informationen angezeigt werden, leider wird dann aber auch die Minimap ausgeblendet.
Auf in die Schlacht
Wenn man das Tutorial absolviert hat kann es eigentlich auch schon
Supreme_Commander_06.jpglosgehen. Man entscheidet sich für eine der 3 Fraktionen, schwingt sich in die ACU und begibt sich auf das Schlachtfeld. Die ACU ist Eure gepanzerte Kommandoeinheit mit welcher Ihr das Geschehen auf dem Schlachtfeld steuern könnt. Diese Einheit ist ein kleines All-Round Talent: sie kann Gebäude sowie Einheiten bauen und jagt dem Gegner mit ihrer großen Kanone mächtig Angst ein. Zudem kann die ACU mit verschiedenen Upgrades versehen werden die entweder die offensiven oder defensiven Leistungen verbessern oder neue Baupläne für Gebäude freischalten. Dennoch sollte man die ACU aus den Kämpfen fern halten soweit es geht. Denn wird sie zerstört, scheitert die Mission unweigerlich.
Die Fraktionen
In Supreme Commander gibt es 3 Fraktionen die Ihr zum Sieg führen könnt:
- Als erstes gibt es da die UEF, die United Earth Federation aus welcher sich die anderen Fraktionen abspalteten. Die UEF dehnte ihr Imperium durch Fortschritt, Ehrgeiz und Gier bis in die entferntesten Bereiche des Universums aus. Es wuchs derart schnell das es instabil wurde und in Chaos und Bürgerkrieg verfiel. Nur der Kern von Earth Command, der militärische Zweig des zerfallenen Imperiums, kämpfte weiter für den Gedanken eines vereinigten Erdenreichs. Als UEF wollten sie den früheren Glanz wieder herstellten und die Welten unter dem Banner der Erde vereinen. Unter den Idealen der Bruderschaft wollen sie sich diesmal vor den Gefahren der Gier und Korruption hüten.
- Dann gibt es da noch die Nation der Cybrans. Erschaffen von Dr. Gustaf Brackman, einem Genie der Kybernetik. Die Cybrans sind Mensch/KI-Wesen die das Erdenimperium Unterstützen sollten. Mit ihrer Fähigkeit komplexe Vorgänge schnell und einfach lösen zu können waren sie eine wertvolle Unterstützung für die Menschheit. Dr. Brackman gründete eine Kolonie mit seinen Symbionten- „Kindern“ die in den nächsten Jahren prächtig gedeihte und große Einnahmen aus dem Export von Technologie erwirtschaftete. Die Cybrans erkannten das die Bevormundung durch das Erdenimperium den Fortschritt nur bremste und Dr. Brackman stellte einen Antrag beim Imperium auf Unabhängigkeit welche abgelehnt und mit einer militärischen Besatzungsmacht beantwortete wurde. Die Cybrans währten sich gegen diese Unterdrückung und Dr. Brackman floh mit seinen Engsten Symbionten in einen entfernten Teil der Galaxy.
- Last but not leaset sind da noch die Aeon Erleuchtete. Während der zweiten großen Kolonisations Welle Supreme_Commander_07.jpgdes Erdenimperiums wurde auch der Planet Seraphim II kolonisiert. Die Kolonisten trafen da auf eine intelligente Außerirdische Spezies die auf den Namen Seraphim getauft wurden da ihr eigentlicher Name nicht aussprechbar war. Da die Menschheit vorher noch die auf Außerirdisches Leben gestoßen war wurden die unerprobten Protokolle für den Erstkontakt befolgt und jegliche Kommunikation mit der Erde wurde abgebrochen um ihre Position nicht zu verraten. Währen die Kolonisten die Seraphim mit Gewalt unterdrücken wollten suchte Dr. Jane Burke Kontakt zu den Außerirdischen und freundete sich mit ihnen an. Nach und nach folgten ihr einige der Kolonisten. Als der Commander der Kolonie dies erfuhr ging er von einer Gehirnwäsche der Seraphim aus und begann mit einer Offensive gegen die Seraphim die allerdings den Menschen in Technologie und Anzahl weit überlegen waren. Mit einem letzten Versuch diesen Krieg doch noch zu gewinnen setzten die Kolonisten einen tödlichen Virus gegen die Seraphim ein der die Außerirdische Rasse komplett auslöschte. Dr. Burke die von den Seraphim alles gelehrt bekam was diese wussten schwor sich nach einer Vision in der sie die Zerstörung aller Welten voraussah den Weg der Seraphim zu verbreiten und so die Galaxie zu retten.
Im Kampfgeschehen
Große Unterschiede der Fraktionen gibt es keine. Ein Tech 2 Panzer der UEF ist genauso stark wie ein Tech 2 Panzer der Aeon oder Cybran. Der einzige Unterschied ist das Aussehen. Zu Beginn jeder Mission wird Eure ACU auf das Schlachtfeld transferiert und Ihr fangt sofort an eine Basis aufzubauen. Natürlich muss immer dafür gesorgt sein das die Wirtschaft funktioniert und genug Masse sowie Energie vorhanden ist. Denn das sind Eure Rohstoffe mit denen Ihr Gebäude und Einheiten baut. Die benötigten Rohstoffe werden aber nicht auf einmal vom Konto abgebucht sondern verringern einfach die
Supreme_Commander_04.jpgEinnahmen über die Bauzeit hinweg. Was bedeutet, dass wenn Eure Ausgaben höher sind als die Einnahmen Ihr schnell bei Null angelangt seit. Zwar wird dann immer noch weiter gebaut, jedoch weitaus langsamer als wenn genug Rohstoffe vorhanden wären. Den Bau von Gebäuden kann man noch etwas vorantreiben wenn man einfach mehrere Baueinheiten für den jeweiligen Bau abstellt. Das kostet allerdings auch mehr Ressourcen als wenn nur eine Baueinheit bauen würde. Der gleiche Trick funktioniert auch mit dem Einheitenbau, einfach eine Baueinheit als Unterstützung für die Fabrik abstellen und schon geht es schneller, kostet allerdings auch etwas mehr. Wobei die Gesamtkosten für den Bau natürlich nicht überschritten werden. Wenn zwei Einheiten gleichzeitig bauen geht es natürlich doppelt so schnell, da die Kosten aber immer über die Bauzeit hinweg anfallen sind diese natürlich dann auch doppelt so hoch.
Ein weiteres Feature was es so in noch keinem Strategiespiel gab ist die Möglichkeit stufenlos zu zoomen. Entweder man beschaut sich das Geschehen aus der Satelliten Ansicht und hat auf seinem Monitor nur noch kleine farbige Punkte welche die Einheiten und Gebäude symbolisieren oder man zoomt tief in die Karte hinein und sieht sich das Geschehen detailiert auf der Karte an.
Einfache Befehle wie Patrouillen sind natürlich auch möglich. Hier könnt Ihr dann noch festlegen ob Eure Einheiten einfach nur der Route nachgehen und nur auf feindliches Feuer reagieren, oder ob Einheiten die in den Sichtbereich kommen sofort angegriffen werden sollen.
Es gibt immer viele Möglichkeiten einen Kampf zu gewinnen, aber Ihr müsst häufig auch gut überlegen welche Einheiten Ihr gegen welchen Gegner antreten lasst. So kann es schon mal vorkommen das ein Schlachtschiff von einem kleinen U-Boot versenkt wird weil Eurer Schrecken der Meere leider keinen Torpedowerfer besitzt.
Die einzelnen Missionen haben immer mehrere Ziele. Ihr fangt mit einem recht einfachen Missionsziel und einer kleinen Karte an, wenn Ihr das erfüllt habt kommt unverhofft das nächste Ziel und die Karte vergrößert sich. Das kann in einer Mission schon 2-3-mal passieren, so dass Ihr immer wieder auf die neuen Umstände reagieren müsst. Auch solltet Ihr immer abspeichern bevor Ihr ein Ziel erfüllt, denn was danach kommt wisst Ihr nicht. Und wenn danach auf einmal ein feindlicher Konvoi abgefangen werden muss der sich am anderen Ende der Karte befindet und gut geschützt ist dann kommt man schon mal schnell ins Schwitzen wenn die nötigen Einheiten fehlen.
Gameplay & Co.
Vom Gameplay her ist Supreme Commander top. An das HUD gewöhnt man sich eigentlich recht schnell. Die Einheiten lassen sich einfach gruppieren und danach mit einem Klick auf die Minimap an den gewünschten Ort befehligen. Und wer nicht über die Karte scrollen will der klickt sich entweder über die Minimap oder zoomt einfach aus der Karte raus und an dem gewünschten Punkt wieder rein. Zudem lässt sich auf der Minimap genauso zoomen wie auf der Karte, was manchmal recht praktisch ist.
Die Grafik ist genial, die Einheiten sind sehr gut detailliert und Explosionen sehen schlichtweg gigantisch aus. Es macht einfach Spass mit der Fülle an Einheiten über die Karte zu ziehen und den Gegner zurück in die Steinzeit zu bomben. Vor allem wenn man ein paar Einheiten in seiner Division hat bei denen der Boden bebt wenn diese sich bewegen.
Bei dem Sound gibt es auch nichts zu meckern. Die Soundeffekte passen zu dem Geschehen auf der Karte und bei den großen Artillerie Stellungen hört man den Schuss sogar wenn man gerade woanders im Umkreis auf der Karte rumschwirrt.